Design Thinking

Hinter Design Thinking verbirgt sich keine hoch komplizierte Wissenschaft. Dennoch wird in dem Buch „Das neue Marketing-Mindset“ neben einem kurzen Überblick über Design Thinking als Methode und Mindset etwas zu Geschichte und theoretischer Fundierung dieser inzwischen so populären Innovationsmethode gesagt werden.

In den letzten Jahren erfuhr das Thema „Design Thinking“ eine immer größer werdende Aufmerksamkeit. Design Thinking ist derzeit „hipp“. Wird das Begriffspaar bei Google eingegeben, dann erhält der Suchende 61,6 Mio. Einträge. Etwa die Hälfte der im DAX gelisteten Unternehmen nutzen Design Thinking bereits im eigenen Unternehmen. Einige Fallbeispiele mögen das verdeutlichen. Design Thinking wird heute in der Praxis vielfältig eingesetzt: bei der Produktentwicklung, der Geschäftsmodellentwicklung und der Verbesserung der Customer Experience. Aufgrund der Schwierigkeit, dass die meisten Design-Thinking-Projekte in der Wirtschaft der Geheimhaltung unterliegen, ist es schwer, Fallbeispiele zu nennen. So konnten eigene Projekte der Autoren leider nicht hierzu verwendet werden. Bei der Literaturrecherche wurden aber immerhin ein paar Fallbeispiele gefunden, von denen im Folgenden drei kurz dargestellt werden sollen.

Fallbeispiel GE Healthcare  – Philosophie des Design-Thinking-Teams
GE Healthcare verfügt über eine cross-funktionale Organisation unter dem Titel „global design group“. Die Philosophie des Design Teams lautet übersetzt: „Die Magie von Wissenschaft und Empathie“. In einem internen GE Dokument steht geschrieben: „Ob Produkt, Nutzerschnittstelle oder Nutzerumgebung, unsere Philosophie ist es, diese Erfahrung mit Technologie, Begeisterung, Hoffnung und dem tiefen Verständnis menschlicher Bedürfnisse zu bereichern …. Unsere Designwerte [beinhalten] Authentizität; empathisches Design, geteilte Informationen und vertrauensvolle Beziehungen, Vorstellungskraft am Arbeitsplatz, essenzieller Ausdruck und die Wissenschaft und Mathematik von Schönheit (Luchs, Swan, und Griffin 2015).“ Um die Organisation dahingehend zu verändern, wurde eine Initiative unter dem Namen „Menlo Innovation Ecosystem“ (im Folgenden kurz Menlo genannt) ins Leben gerufen, die dafür sorgen soll, dass mehr und mehr Mitarbeiter den Mindset von Menlo (also Design Thinking) kennenlernen und in ihrem betrieblichen Alltag übernehmen. Dazu wurde ein Projektformat entwickelt, das im Wesentlichen aus fünf Phasen besteht. Philosophie („mindset“) und Methodik folgen der Design Thinking Logik.

Phase 1 mit dem Titel „Exploratory“ ist ein intensives Briefing des Projektinitiators („sponsor“ genannt), bei dem die Teamleiter mit Menlo-Mitarbeitern in den Dialog treten, um die Design Challenge zu hinterfragen und zu verstehen. In dieser Phase werden zudem die Rahmenbedingungen für das Projekt (Dauer, Budgets, Teamzusammensetzung, etc.) geklärt.

Phase 2 wird als „Boot Camp“ bezeichnet und dient der Teamentwicklung sowohl was die Beziehung untereinander als auch die notwendige Expertise betrifft.

Phase 3: Mit „The Research Plan“ betitelt, umfasst Phase 3 die Erforschung der Nutzer und des Problemkontextes, um tiefgehende Einblicke („insights“) zu generieren. 

Phase 4: Im „Innovation Camp“  werden die Forschungsergebnisse präsentiert und zwar nicht nur intern, sondern insbesondere auch den Kunden, um ein direktes Feedback von diesen zu bekommen.

Phase 5: Die Erkenntnisse werden so verdichtet, dass Probleme aus der Sicht der Kunden definiert und priorisiert werden. In der gleichen Phase werden Lösungsideen kreiert, in Form von groben Prototypen gebaut und wieder über die Konfrontation mit Kunden getestet. Zuletzt werden drei bis fünf Lösungen dem Senior Management präsentiert.

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